cerascreen GmbH
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mit Risiken und Nebenwirkungen
AndiN
Mitte Mai habe ich einen Coronavirus-Antikörpertest bestellt, da ich nach einer Auslandsreise im Februar starke Grippesymptome hatte und anschließend auch die gesamte Familie mit ähnlichen Symptomen erkrankte. Damals wurde nicht getestet, da das betreffende Land damals noch kein Risikogebiet war (aber kurz nachdem wir wieder gesund waren zu einem solchen erklärt wurde). Lieferzeit war relativ lang, aber noch akzeptabel. Die Blutentnahme von 300 Mikrolitern Blut durch Auffangen von Tropfen aus einem angestochenen Finger stellte sich als ziemlich schwierig dar, klappte aber letztendlich. Die Postlaufzeit für den Rückversand war extrem lang, so dass die Probe nicht auswertbar war, da bereits hämolytisch (gut, da kann Cerascreen nichts dafür). Ich erhielt ein kostenloses Ersatz-Blutentnahmekit. Leider gab es da nach der Eingabe der Lieferadresse keinerlei Informationen über den Versandstatus mehr, so dass ich nicht mal wusste, ob die Ersatzbestellung erfolgreich übermittelt wurde. Und es dauerte eine ganze Woche. Ein bisschen mehr Information wäre da schon nett. Letztendlich klappte dann beim zweiten Mal auch die Blutentnahme besser (blutete nach dem Stich wie Hölle, so dass das Röhrchen in Sekunden voll war, tat allerdings auch höllisch weh - aber auch das ist nicht die Schuld von Cerascreen). Das Ergebnis kam nach einer Woche. Die Werbung mit "12-48 Stunden" verspricht da schon ein bisschen viel, was aufgrund langer Postversandzeiten sich dann anders darstellt. Als Problem stellte sich hinterher der Umgang mit dem Ergebnis dar. Positiv - ich hatte Corona. Empfehlung im Bericht, das Ergebnis mit dem Hausarzt zu besprechen. Das Problem: Die Besprechung mit dem Hausarzt endete damit, dass dieser mich als Verdachtsfall ans Gesundheitsamt meldete (=Quarantäne) und mich ins Testcentrum für einen Rachenabstrich schickte. Im Testcentrum verweigert man den Abstrich, da heißt es, wenn Sie schon Antikörper haben, was wollen Sie dann noch hier? Nun sitze ich aufgrund der Verdachtsfall-Meldung in Quarantäne, die die Bürokraten nur nach einem negativen PCR-Test eines Rachenabstrichs wieder aufheben können. Den Rachenabstrich macht aber keiner, da dazu laut Aussag der Spezialisten absolut kein Anlass besteht. Nach Rückfrage beim Gesundheitsamt hieß es, tut ihnen leid, aber ohne Rachenabstrich wird die Quarantäne gar nicht mehr aufgehoben. Ich muss entweder dafür sorgen, dass dieser vorgenommen wird, im Notfall müsste ich den halt selber bezahlen. Oder den langwierigen Rechtsweg über die Gerichte gehen, wo selbstverständlich ein medizinisches Gutachten erforderlich wird, dass die Quarantäne unrechtmäßig ist.
Fazit: Vorsicht beim Umgang mit den Empfehlungen bei positivem Testergebnis, hier gibt es Risiken und Nebenwirkungen!
cerascreen GmbH
http://www.cerascreen.de