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Ausgezeichnet.org spricht über den Unterschied zwischen NoFollow- und Follow-Links und bespricht deren Funktionsweise und Relevanz für SEO, das Bild zeigt eine Eisenkette und hat die Worte NoFollow vs. Follow drauf stehen

NoFollow- vs. Follow-Links: Das müssen Sie wissen

11. November 2020/in Allgemeines, Blog, Marketing, SEO/von Marco Bollow

Bestimmt sind auch Sie bereits auf diese Begriffe gestoßen: NoFollow und Follow (oder auch DoFollow). Aber was bedeuten diese? Wie verändern sie verschiedene Links und welche Auswirkungen hat dies auf Ihr Ranking? Diese Woche thematisieren wir die beiden unterschiedlichen Link-Attribute, erklären deren Sinn und Entstehung und gehen auf die Funktionsweise ein. Zusätzlich besprechen wir die Relevanz von NoFollow-Links für SEO.

Was sind NoFollow- bzw. Follow-Links?

Um den Unterschied zwischen NoFollow- und Follow-Links zu verstehen, macht es Sinn, zunächst den grundsätzlichen Nutzen von Links, sowie die Entstehung der unterschiedlichen Attribute zu betrachten. Grundsätzlich geht Google davon aus, dass eine Verlinkung genau dann passiert, wenn etwas empfohlen wird und die verlinkte Seite somit wertvollen Nutzen bringt. Durch jede Verlinkung werden sogenannte PageRank-Punkte weitergegeben, die dann das Ranking der verlinkten Seite verbessern.

Diese Tatsache haben sich dann jedoch viele Webseiten-Betreiber zu Nutzen gemacht und auf Blogs und in Foren Spam-Kommentare hinterlassen, die zur eigenen Webseite verlinken. So konnten Rankings über einige Zeit maßgeblich manipuliert und beeinflusst werden – bis Google in 2005 die NoFollow-Links einführte. Sind Links also durch das Attribut „nofollow“ gekennzeichnet, folgt Google diesen Links nicht und gibt so auch keine PageRank-Punkte weiter.

Wann sollten NoFollow-Links eingesetzt werden?

Mit dieser Information versteht man nun schon einmal den Grund für NoFollow-Links und kann sich auch besser vorstellen, wann diese eingesetzt werden sollten. Google verweist so auf jeden Fall darauf, Verlinkungen zu wenig vertrauenswürdigen Seiten als NoFollow-Links zu gestalten. Dazu gehören beispielsweise jegliche Verlinkungen in Kommentaren. In einigen Content-Management-Systemen wie WordPress ist dies oft schon standardmäßig eingestellt.

Zusätzlich verweist Google darauf, auch gekaufte Links als NoFollow-Links zu markieren. Denkt man daran, dass eine Verlinkung als eine tatsächlich verdiente Empfehlung gelten soll, ist dies einleuchtend. Hierzu zählen beispielsweise Gastbeiträge, Pressemeldungen und auch Affiliate Links.

Funktionsweise der verschiedenen Links

Von außen betrachtet sehen NoFollow- und Follow-Links komplett identisch aus. Würden wir beispielsweise unsere Webseite verlinken, kann ein Leser erstmal nicht beurteilen, um welche Art von Link es sich handelt. Dieser Unterschied wird erst dann deutlich, wenn man sich den HTML-Code genauer anschaut.

Der HTML-Code eines Follow-Links würde dann so aussehen:

<a href=“ https://www.ausgezeichnet.org/”>unsere Webseite</a>

Der HTML-Code eines NoFollow-Links hingegen so:

<a href=“ https://www.ausgezeichnet.org/” rel=”nofollow”>unsere Webseite</a>

Der einzige Unterschied ist also der Zusatz rel=“nofollow“. Durch Integration in den Header des HTML-Codes können so auch ganze Seiten auf NoFollow geschaltet werden. Aber was hat dieser Zusatz nun für Auswirkungen?

Zuvor haben wir bereits angesprochen, dass Google einen NoFollow-Link quasi nicht verfolgt und der verlinkten Seite somit keinerlei PageRank weitergibt. Schauen wir uns das mal an einem Beispiel an:

In Szenario A verlinken Sie von Ihrer Webseite (orange) auf drei unterschiedliche Webseiten (grün). Alle drei Links sind hierbei Follow- oder auch DoFollow-Links. Jede der verlinkten Seiten erhält somit einen PageRank-Punkt von Ihrer Webseite und kann so das Ranking verbessern. Bei fünf verlinkten Seiten würden somit fünf Punkte vergeben werden, bei zehn Verlinkungen auch zehn Punkte. In jedem Fall bekommt eine verlinkte Seite mit einem Follow-Link also einen PageRank-Punkt.

Ausgezeichnet.org veranschaulicht an einer Infografik die PageRank-Punkteverteilung bei Follow-Links

In Szenarien B1 und B2 werden nun zwei der Links auf NoFollow gesetzt und erhalten somit keine PageRank-Punkte Ihrer Seite. Sie können diese Verlinkung also auch nicht für ein höheres Ranking nutzen.

Die verbleibende Webseite, die durch einen Follow-Link gekennzeichnet ist, bekommt auch in diesem Szenario PageRank-Punkte. Die Art und Weise hat Google jedoch im Laufe der Jahre angepasst. Vor 2009 wurde trotz der NoFollow-Links eine Punkte-Anzahl in Höhe der Gesamtverlinkungen verteilt. Wären also insgesamt drei Webseiten verlinkt, aber nur eine davon ist durch einen Follow-Link gekennzeichnet, fließen die gesamten drei PageRank-Punkte zu dieser Webseite. Dies haben wir in Szenario B1 dargestellt.

So konnte jedoch relativ einfach das Ranking verschiedener Seiten manipuliert werden. Daher handhabt es Google seit 2009 wie in Szenario B2: Auch wenn zwei der drei Verlinkungen NoFollow-Links sind, bekommt die Website mit der Follow-Verlinkung weiterhin nur einen PageRank-Punkt.

Ausgezeichnet.org veranschaulicht an einer Infografik die unterschiedliche Art und Weise der PageRank-Punkteverteilung bei NoFollow- und Follow-Links

Bedeutung von NoFollow-Links für SEO

In Bezug auf die tatsächlichen Auswirkungen auf SEO und ob NoFollow-Links eher förderlich oder hinderlich für das Ranking sind, gibt es viele unterschiedliche Stimmen. Zunächst ist beispielsweise unklar, inwiefern Google den NoFollow-Links wirklich nicht folgt. Eigenen Angaben zufolge passiert dies „im Allgemeinen“ nicht. So wird teilweise davon ausgegangen, dass NoFollow-Verlinkungen keinerlei Nachteile haben, da Google ihnen einfach nicht nachgeht. Wenn Google manchen dieser Links jedoch tatsächlich folgt, kann bei vielen NoFollow-Links der Eindruck fehlender Seriosität entstehen. Einige Stimmen gehen daher von eventuellen Nachteilen von NoFollow-Verlinkungen aus.

Fest steht jedoch, dass NoFollow-Links ein ganz normaler Bestandteil des Link-Profils sind. Auch bei Verlinkungen von sozialen Netzwerken, Pressemitteilungen oder auch von Wikipedia handelt es sich in der Regel um NoFollow-Links. Und in jedem Fall erhöhen sie den Traffic zu Ihrer Webseite, was immer ein großer Vorteil ist.

Fazit

Sie werden immer sowohl Follow- als auch NoFollow-Links in Ihrem Link-Profil haben. Und das ist auch gut so! Wären alle Verlinkungen zu Ihrer Webseite Follow-Links, würde das für Google vermutlich ebenfalls etwas verdächtig aussehen, weil es nicht echt wirkt. Eine Vielfalt an Verlinkungen ist somit essenziell zur Erhöhung des Traffics und folglich zu einer Verbesserung Ihres Rankings.

 

Marco Bollow

Über den Autor: Mit über 20 Jahren Erfahrung im digitalen Sektor ist Marco der strategische Kopf hinter der Produktvision von AUSGEZEICHNET.org. In seinen Texten teilt er fundierte Insights an der Schnittstelle von Technik und Vermarktung, um Unternehmen dabei zu helfen, Vertrauen in messbaren Erfolg zu verwandeln. Mehr über Marco

Schlagworte: Follow, NoFollow, NoFollow-Link
https://www.ausgezeichnet.org/wp-content/uploads/sites/2/Beitragsbild-NoFollow-vs.-Follow.png 562 1000 Marco Bollow https://www.ausgezeichnet.org/wp-content/uploads/sites/2/ausgezeichnet-logo-home.svg Marco Bollow2020-11-11 12:00:082023-02-16 10:24:35NoFollow- vs. Follow-Links: Das müssen Sie wissen

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